Susanna Böhme-Kuby, die mehrfach an der Villa Rossa teilnahm, hat eine Ausstellung zusammengestellt, die am 21.5. im main_forum der IGM in Frankfurt von ihr und und Hans-Jürgen Urban eröffnet wird.
Mai 11th, 2012 by admin
Mrz 13th, 2012 by admin
2012 findet die zehnte Villa Rossa vom 25.8. zum 1.9. zum Thema Geopolitik statt. Sie wird veranstaltet vom Ver.di Bildungswerk Hessen und der Stiftung GegenStand
Die Geschichte der „Geopolitik“ reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, ihren politischen und theoretischen Höhepunkt erreichte sie jedoch erst in den Kriegen der kolonialen und imperialistischen Zeit nach der Jahrhundertwende und in den 30er/40er Jahren, in deren Zentrum die Konkurrenz dreier großer imperialer Weltordnungsprojekte standen. Die Verwendung des Begriffs für die faschistische Großraumpolitik hat hierzulande ein Verständnis von Politik, das den „Raum“ mitdenkt, jahrzehntelang diskreditiert – ganz im Unterschied zu den USA oder Rußland. Ein weiterer Grund war aber auch die fehlende Nutzanwendung solcher wissenschaftlicher Diskurse für einen Staat, der noch weit entfernt von einer Hegemonialrolle war. Lange Zeit waren Fragen des Raumes nur im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Aspekten (Standortpolitik) Thema. Das ändert sich jetzt.
In der öffentlichen Debatte hat sich die Rede von der Geopolitik seit 1989 (dem Zusammenbruch der staatssozialistischen Ordnung) und 9/11 (der Explosion der islamistischen Macht) langsam wieder etabliert und deutlich Karriere gemacht. Dafür sind vor allem vier Gründe verantwortlich.
Geopolitische Aspekte wandern gegenwärtig in zahlreiche Politikfelder ein und bekommen Gewicht, eine entsprechende Infrastruktur von Think-Tanks bis zu staatlichen Agenturen entsteht.
Das Seminar „Geopolitik“ innerhalb der jährlichen Seminarreihe „Villa Rossa“, das vom 25. August bis zum 1. September 2012 im Bildungszentrum Centro Interculturale Villa Palagione bei Volterra stattfinden wird, rückt die Konkretisierung und den offenbaren politischen Bedeutungszuwachs von „Geopolitik“, „Geoökonomie“ oder „Geostrategie“ ins Zentrum. Eine Fülle neuer und traditioneller politischer Organisationen bis hin zu Parteien und Gewerkschaften berücksichtigen diese Veränderung. Das Seminar soll verdeutlichen, wie das Gewicht der räumlichen Dimensionen der Finanz-, Wirtschafts-, Energie- oder Investitionspolitik, der Militär- und Umweltpolitik, der Landwirtschafts- oder Verkehrspolitik für die Entwicklung der Sozial-, Arbeits- und Gesellschaftspolitik rasch wächst.Die Veranstaltung steht jeder Person offen, zielt jedoch insbesondere auf Akteure und Multiplikatoren der politischen Bildung und –Weiterbildung.
Hier ein detailliertes Programm des Seminars. Kontakt: rainer.rilling@gmx.de. Die Veranstaltung wird gefördert von der Rosa Luxemburg Stiftung.
Jan 20th, 2011 by admin
Das Programm der neunten Ausgabe der Villa Rossa in der Villa Palagione bei Volterra vom 20.-27.8.2011 zum Thema “Praktisch wäre es, wenn die Linke mehr über die Zukunft wissen würde.” (Ablauf sowie Texte / Biografische Angaben)
Ablauf
Samstag, 20.8. Nachmittags / Abends: Anreise
Sonntag, 21.8. Vormittags: Begrüssung und Führung durch das Haus. Kurze Vorstellung. Nachmittags: Einige TeilnehmerInnen haben Interesse an dem Besuch von Volterra mit seinem mittelalterlichen Markt geäußert.
22.8.Montag: Aufrisse
Rainer Rilling: Provisorisches zu verbreiteten Zukunftsdebatten
Fritz Gloede: Bekanntes Unbekanntes. Ein Rundgang.
Wolfgang Neef: Technik, Zukunft und die Linke – Nachdenken über bisherige Gewohnheiten
Rainer Fischbach: Einige Bestimmungsstücke möglicher Zukünfte
23.8. Dienstag: Kapitalistische Zukünfte
Michael Krätke: Wie die Linke mehr über die Zukunft in Erfahrung bringen kann
Manfred Lauermann: Chinas widersprüchliche Zukünfte
Frank Deppe: China – zu: Martin Jacques: When China rules the World (Schwerpunkt: Weltordnung)
Hans-Jürgen Krysmanski: Es kömmt nicht nur darauf an, die Welt zu planen, sondern auch darauf, wer sie plant
24.8. Mittwoch:
[Für Mittwochnachmittag hat sich das Interesse konzentriert auf den Künstlerpark von Daniel Spörri (mit vielen anderen Künstlern), südlich von Siena: http://www.danielspoerri.org/deutsch/home.htm und die Stadt Pienza, wo einer der Betreiber der Villa uns das erste Beispiel einer humanistischen Stadtplanung zeigen wird. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Pienza.]24.8. Donnerstag Vormittag: Soziale Transformationen
Thomas Gerlinger: Input -> Gesundheitspolitik.
Hans-Jürgen Urban: Transformationen des Wohlfahrtsstaats
Paul Oehlke: Thesen zu Fragestellungen gesellschaftlicher Entwicklungsbedingungen von Arbeit im Spannungsfeld von (neoliberal bestimmten) Kräfteverhältnissen, (finanzmarktgetriebenen) Akkumulationsprozessen und (wissensintensiv entfalteten) Produktivkräften
24.8. Donnerstag Nachmittag: Ökologische Transformationen
Günther Bachmann: Feldstärken des Künftigen
André Leisewitz: Kritik & Lob. Bemerkungen zum neuen Hauptgutachten “Welt im Wandel. Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation” des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, Berlin 2011 420 S. [Zusammenfassung, Vollversion)
25.8. Freitag: Politik
Peter Hauck-Scholz: Von der Volkszählung zum Überwachungsstaat – ein Beitrag zur Demokratie, wie sie das Bundesverfassungsgericht versteht. Rechtsstaat und Grundrechte kommen dabei sehr wohl vor, allerdings aus kritischer demokratischer Sicht.
Conny Hildebrandt: Der Wandel des Parteiensystems in Deutschland unter den Bedingungen der Krisen
Thomas Seibert: Ende der Geschichte?!
Schlußrunde
Ende des Seminars am frühen Nachmittag
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Ausführliche Literaturangaben und biografische Anmerkungen finden sich auf der Seite Texte & Leute 2011 (s. Linkleiste ganz oben). Ein vielseitiger visueller Eindruck von der Tagungsstätte findet sich hier. Die Veranstaltung wird durchgeführt von der Stiftung GegenStand und gefördert von der Rosa Luxemburg Stiftung.
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Ergänzendes Projekt: “Gedenkorte Europa”
Hanni Skroblies und Christoph Jetter werden ein Vorhaben des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945 vorstellen. Frankreich und Italien gehören zu den Ländern, in denen die deutsche Wehrmacht, SS, Gestapo/SD und Besatzungsverwaltung in den Jahren der Okkupation während des Zweiten Weltkriegs schwere Verbrechen begangen haben. Gegen den Terror der Besatzung, zu dem Lager, Zwangsarbeit und Deportationen gehörten, richtete sich wachsender, von den Deutschen und ihren Kollaborateuren brutal bekämpfter Widerstand (Resistance, Resistenza). Frankreich und Italien sind beliebte Reiseziele für deutsche Touristen, unter ihnen viele, die – außer an Landschaft, Kultur- und Kunstgeschichte auch an historisch-politischen und sozialen Fragen interessiert sind. Eine für Reisende zugängliche Zusammenfassung, die Informationen vermittelt und den Weg zu den jeweiligen Gedenkorten beschreibt, existiert – von speziellen Ausnahmen abgesehen – bis heute nicht. Der Aufbau eines solchen elektronischen Wegweisers ist das Ziel des Projekts.
Okt 16th, 2010 by admin
der die letzte Villa Rossa 2009 so klug und freundlich mit prägte und uns mit dem Sinngenerator bekannt machte, ist am 2.10. 2010 gestorben. Einige Sätze zu Georg finden sich in mehring1.
Apr 17th, 2010 by admin
23.8. Montag
Vormittag: Jens Renner: Viva Mussolini! Die Aufwertung des Faschismus im Italien Berlusconis – Geschichtspolitik in Italien
Jens Renner ist Diplom-Pädagoge und Journalist, schreibt u.a. für analyse & kritik (Hamburg), Freitag (Berlin) und Wochenzeitung (Zürich). Buchveröffentlichung zur Geschichtspolitik in Italien: “Der neue Marsch auf Rom. Berluscon und seine Vorläufer”. Rotpunktverlag, Zürich 2002.
Nachmittag: Susanna Böhme-Kuby: Noch einmal: das System Berlusconi
Susanna Böhme-Kuby, Publizistin und Literaturwissenschaftlerin, lebt seit Jahrzehnten in Italien (Venedig), wo sie über “Brecht in Italien” promovierte und Deutsche Literaturgeschichte lehrte. 2007 publizierte sie Zukunft der Vergangenheit in Italien und Deutschland. Sie schreibt u.a. im Freitag, den Blättern für deutsche und internationale Politik, Ossietzky und Utopiekreativ.
24.8. Dienstag:
Vormittag: Gerd Wiegel: Zur italienischen Rechten und ihre Rolle im Umfeld einer neuen europäischen Rechten
Gerd Wiegel ist Politikwissenschaftler, Publizist und Referent für Rechts-extremismus/Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. Er publizierte 2009 zusammen mit Jan Korte den Band Sichtbare Zeichen. Die neue deutsche Geschichtspolitik – Von der Tätergeschichte zur Opfererinnerung.
Nachmittag: Nicola Nicolosi – Hans-Jürgen Urban : Aktuelle Fragen der Gewerkschaftsbewegung in Italien – und Deutschland.
Nicola Nicolosi ist Mitglied des nationalen Sekretariats der CGIL und coordinatore dell’area programmatica Lavoro e Società.1
Hans-Jürgen Urban ist Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und dort für Sozialpolitik, Gesundheitsschutz und Arbeitsgestaltung zuständig
25.8. Mittwoch:
Mittwoch ist traditionell der Tag der Exkursionen. Vormittags führen wir eine Diskussionsrunde mit Giovanni Gozzini durch.
Giovanni Gozzini – insegna Storia contemporanea e Storia del giornalismo alla Facoltà di Lettere e Filosofia dell’Università di Siena. È autore di studi su Firenze nell’Ottocento (Firenze francese, 1989; Il segreto dell’elemosina, 1994), sulla storia dello sterminio nazista (La strada per Auschwitz, 1996), sulla storia del Pci (Storia del Partito comunista italiano, vol.7, Dall’attentato a Togliatti all’VIII congresso, 1998), sulla storia del giornalismo (Storia del giornalismo,2000) e sulla storia delle migrazioni (Migrazioni di ieri e di oggi. Una storia comparata, 2006). È membro della direzione della rivista “Passato e presente”; dal 2000 al 2007 è stato direttore del Gabinetto Vieusseux di Firenze.
26.8. Donnerstag:
Vormittag: Manfred Lauermann: Mafia. Diskutant: Hans See
Manfred Lauermann, Soziologe, Publizist und Privatgelehrter, publizierte über Spinoza, Marx, Hardt/Negri, 1968, die VR China und alles andere.
Hans See war Hochschullehrer für Politikwissenschaft, Sozialpolitik und Wirtschaftskriminologie an der FH Frankfurt/M. Arbeitsschwerpunkte sind Demokratie und Faschismus, Migration und Fremdenfeindlichkeit sowie Wirtschaftsverbrechen und Sozialordnung. Gründer von Business Crime Control.
Nachmittag: Thomas Sablowski: Zur Politischen Ökonomie Italiens
Thomas Sablowski vertritt aktuell eine Professur für vergleichende Politikwissenschaft an der Universität Frankfurt/M, ist Mitglied der Redaktion der politischen Zeitschrift Prokla und im wissenschaftlichen Beirat von Attac.2009/2010 war er in der Bildungsstreikbewegung aktiv. Er hat sich in zahlreichen Arbeiten mit der Krisenentwicklung des Gegenwartskapitalismus auseinandergesetzt.
27.8. Freitag:
Am Freitag planen wir eine abschließende Diskussionsrunde am Vormittag mit Giorgio Riolo von der Stiftung Punto Rosso. Im Mittelpunkt wird die Situation der italienischen Linken stehen. Der Abend ist traditionell mit exzessiven kulinarischen Vorgängen verbucht…so dass am Samstag manche mit hohen Stresswerten wieder sich dem Mobilitätssystem anheimgeben, andere dagegen klug am Ort oder in der Gegend verbleiben.
Erste Literaturhinweise
Feb 3rd, 2010 by admin
ein kleiner flickr-stream zur Villa findet sich in der neuen Bildersammlung der Stiftung GegenStand.
Feb 3rd, 2010 by admin
Die nächste Villa Rossa findet statt vom 21. bis 28.August 2010 – und wir werden uns zum ersten Mal eine Woche lang mit Italien befassen, mit Politik, Kultur, wem Italien eigentlich gehört usw., im März gibt es dann ein Programm – anmelden kann man sich natürlich schon jetzt! Zur Überbrückung zwei schicke Blogadressen: operabuffa und altravita!
Apr 11th, 2009 by admin
Vom 22. bis zum 29. August 2009 findet die nunmehr sechste Villa Rossa in der Villa Palagione bei Volterra statt!Krise. Kunst. Kultur. Kritik. Transformation.
als die Nike von Samothrake”. Es geht um den Futurismus und seine Veränderungen vor dem Hintergrund der Bewegungs- und der Regimephase des ital. Faschismus – Von der Avantgarde zum Traditionalismus. Hier geht es um eine Transformation, die in Anpassung endet. Und dann ein Blick auf eine lange lange linke Linie: Brecht – Benjamin usw. – und wir fragen, was das “usw.” ist und wie es heute ggf. um Zusammenhänge von Krise und Kultur/Kunst stehen könnte.
Men und manch andere das Andere. Der Aspekt ist die Produktion, auch hier haben wir es mit Produzenten zu tun. Diskurse, Filme und Medienpraxen sollen also zusammengebunden werden, um Interventionen aufzureissen.Hier, allerdings: geht es am Samstag, den 29.8. nach einem lukullischen Abschlussessen am Abend zuvor zur Heimfahrt oder, was nur empfohlen werden kann, zu einer anhängenden privaten Kurzurlaubsschlenker, der das Ganze vollends optimiert.
Und: im Laufe der Woche wird es eine Lesung von Jürgen Link aus seinem Roman Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee. Eine Vorerinnerung geben!
Die Herbstakademie ist Bildungsveranstaltung, wissenschaftlicher Workshop, politisches Diskussionsseminar und Raum der Erholung gleichermaßen. Sie ist gegenwärtig das zentrale Projekt der Stiftung GegenStand. 2003 führte sie ihre ersten Herbstakademie in der Villa Palagione bei Volterra durch und knüpfte so an ein vergangenes Projekt des BdWi an. Es ging um Krieg und das Empire, um Die gute und die schlechte Regierung, die Frage: Was ist links? und zuletzt um das Thema Demokratie. Die Zugangsschwelle für das Wochenereignis der 6.Villa Rossa besteht im großen und ganzen nur aus dem üblichen Selbstkostenbetrag der Villa für den Aufenthalt (schwankend zwischen 450 und 500 €, je nach Zimmer). Wegen Preisnachlässen kann nachgefragt werden. Die ökologische Verbindung geht mit dem Nachtzug nach Florenz und dann mit dem Bus nach Volterra, die teuerste z.B. von Frankfurt 1000 km Autostress und die mit garantiert teurem Fußabdruck der Billigflieger nach Pisa. Nähere Details zur Villa und den Verbindungen finden sich auf der Website des Hauses.
Und zuletzt ein wichtiger Hinweis: falls das Haus zurückgegebene Zimmer nicht neu vermieten kann, fallen die entsprechenden Zimmerkosten (nicht: die Mahlzeiten) dennoch an – das gilt ab Anfang Juli.>
Die Villa Rossa hat einen recht bewährten Zeitzuschnitt: Samstags Anfahrt, Sonntags Ausruhen und Vorstellung des Hauses, Montag / Dienstag sowie Donnerstag/Freitag Seminar, Mittwoch Exkursion / Konsum, Samstag Abfahrt. Das Projekt arbeitet non-profit. Die Veranstaltung wird gefördert durch die Rosa Luxemburg Stiftung. Abhängig von der aktuellen Wetterlage beginnt das Seminar um 9 Uhr, eine halbe Stunde Pause gegen 10.30 und Ende der Vormittagsveranstaltung zwischen 12.30 und 13 Uhr. Die Nachmittagsveranstaltung beginnt um 15.30 oder 16.00 Uhr und dauert dementsprechend bis 18.30 oder 19.00 Uhr. Auch hier ist eine Pause von 30 Minuten vorgesehen. Getränke während des Seminars (nicht aber die Getränke in der Pause) sind im Seminarbeitrag eingeschlossen.
Anmeldungen & Nachfragen bei Godela Linde: Mail: godelalinde@gmx.de
Jul 5th, 2008 by admin
Vom 9.-16.8.2008 findet die 6. Herbstakademie der Stiftung GegenStand in der Villa Rossa alias Villa Palagione statt. Ihr Thema: Kleine Bilanzen der Demokratie.
Am Montag (11.8.) stürzen wir uns in den Gegenwartszustand der Demokratie: Dirk Jörke (Greifswald), der an dem Politikwissenschaftlichen Institut der Universität Greifswald beschäftigt ist und in diesem Jahr den Text seiner Habilitationsschrift zur Demokratiefrage abschließen wird, gibt eine erste Einführung und fragt nach der Postdemokratie. Sodann wird Tom Karasek, Germanist und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen, einen Ausflug in Diskurse über Demokratie unternehmen, wobei es vor allem darum geht, wie “Einigkeit” hergestellt wird. Nach rund 3 Stunden Siesta wird dann am Nachmittag zum Thema Demokratie, Markt und Geschlecht Eva Kreisky sprechen, sie ist Hochschullehrerin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien.
Am Dienstag, den 12.8.2008 ist ins Auge gefasst eine Betrachtung des allegorischen Freskenzyklus über Die Gute und die Schlechte Regierung, den Ambrogio Lorenzetti 1338/1339 für die Sala della Pace (Friedenssaal) des Palazzo Pubblico in Siena geschaffen hat. Hierzu wird am Morgen Margot Michaelis (Braunschweig) s
prechen.
Am Mittwoch, den 13.08.2008 geht es um die klassische Frage nach der Betriebsdemokratie, wozu Hans-Jürgen Urban von der IG Metall und Godela Linde von der DGB Rechtsschutz GmbH Einstiege geben. Über die ambivalente demokratiepolitische Rolle der Gewerkschaftsbewegung und politisch-sozialer Bewegungen in der Bundesrepublik spricht Horst Schmitthenner von der IG Metall. Am Nachmittag geht es um Verschränkungen: Bettina Lösch, Universität Köln, die sich mit kritischer Demokratietheorie und politischer Bildung befasst und eine Reihe größere grundlegender Publikationen in Sachen Neoliberalismus mit erarbeitet hat, wird dann dem aktuellen Zusammenhang von Neoliberalismus und Demokratie nachgehen und Hans See, Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender von Business Crime Control wird die „Dialektik zwischen krimineller Ökonomie und Wirtschaftsdemokratie” erörtern.
Am Donnerstag, den 14.08.2008 wird Peter Hauck-Scholz, RA in Marburg und bewandert in Staats- und Verfassungsrecht sprechen über „Das demokratische Prinzip in der deutschen Staatslehre und Staatsrechtslehre”. Im Anschluß wenden wir uns einer zentralen Institution zu, die
Demokratie „repräsentiert”: dem Parlament. Zur Einführung wird der Soziologe Manfred Lauermann einen Bogen von der klassischen marxistischen Parlamentarismuskritik (Marx/Engels, Lenin) über Carl Schmitt und Johannes Agnoli bis zu Hardt/Negri schlagen und über Die Frage der Repräsentanz sprechen. Uli Müller von LobbyControl gibt dann einen Abriss en detail zum Realität demokratischer Prozeduren und im Folgenden geht es um kritische Innensichten aus dem wirklichen Leben des Parlaments: Klaus-Rainer Rupp (Abgeordneter der Fraktion DIE LINKE. in der Bremischen Bürgerschaft) und Gerd Wiegel (Mitarbeiter der Fraktion Die Linke im Bundestag und u.a. bei der Zeitschrift „Z” engagiert) werden hier einen Abriss geben.
Am Freitag, den 15.06.2008 diskutieren wir am Vormittag fragen wir dann nach der ZEIT: wie es denn um das „Demokratische” am “demokratischen Sozialismus” und um das „Soziale” an der „sozialen Demokratie”bestellt sein könnte, und wie eine zukunftsbeständige Demokratiepolitik aussehen müsste. Alex Demirovic (Philosoph und Politikwissenschaftler mit zahlreichen Publikationen zu Demokratiefragen) wird dazu in demokratiekritischer und -theoretischer Sicht vortragen. Wolf-Dieter Narr wird zum Abschluß des Seminars seine Erfahrungen des Kampfes um radikale Demokratisierung reflektieren.