Transformationen des Öffentlichen – Hegemonien & (Gegen-) Öffentlichkeiten.

Die 16. Villa Rossa wird vom 25. August (Anreise) bis zum 1. September 2018 (Abreise) in der Villa Palagione Centro Interculturale – Associazione culturale  bei Volterra stattfinden. Thematisch gehört sie zu einem Zyklus, der schon 2014 mit der Frage „Zerfällt Europa?“ begann, dann 2015 der globalen „Neuen Ungleichheit“ nachging, 2016 die „Veränderung der politischen Farbe Europas“ – also die „rechte Rechte“ – untersuchte und in abgelaufenen Jahr 2017 schließlich die „Um:Welt:Brüche“ diskutierte – hier ging es um die Zusammenhänge zwischen den sich zuspitzenden Kämpfen um die neue Weltordnung und den langen ökologischen Konflikten. Im neuen Jahr sind das Thema die

Transformationen des Öffentlichen – Hegemonien & (Gegen)Öffentlichkeiten.

  • Was ist das „Öffentliche“ und wie hat es sich historisch entwickelt? Was haben Rousseau, Patente, die NSA und BILD gemeinsam? Wo liegen die Unterschiede zur „Öffentlichkeit“  und finden wir dort Klassen und hegemoniale Projekte vor? Und was hatten Rosa Luxemburg und die Geschlechterverhältnisse damit zu tun?
  • Money Speak  – Kommunikationen des Ökonomischen im Neoliberalismus? Dabei soll es nicht nur um Fakes, Likes und Bullshit gehen, sondern auch um Money-Speak in den Bankwelten und über sie. Auch interessieren uns Betriebsgeheimnisse.
  • Das Politische ist natürlich Thema. Vor allem und aus gegebenem Anlass – die „Politik mit Angst“, rechte Diskurspolitik  und in Sonderheit der neue Lauf rechtspopulistischer Kommunikationsmacht in den USA und hierzulande.
  • Kämpfe um das Öffentliche sind immer und überall. Wir greifen heraus zur Frage des Sprechens im autoritären Kapitalismus das Exempel Theater und erörtern die mittelerweile drei Jahrzehnte alten  Auseinandersetzungen am Beispiel der „Public Sociology“ (öffentlichen Soziologie).
  • Alternative – auch gewerkschaftliche, linke oder feministische – Strategien und Praxen des Öffentlichen und der Gegenöffentlichkeit sind dringlich und werden oft beschworen – doch wie lassen sich transformative Öffentlichkeiten erzeugen und wer, zum Teufel, tut es?

Natürlich ist das Projekt der Villa Rossa selbst Exempel für eine alternative Öffentlichkeitspraxis – zur besseren Veranschaulichung 768 ungeordnete Fotos der Villa, die im Verlauf der 16 Seminarjahre durch glückliche Mitwirkende entstanden. Teilnahmekosten für den einwöchigen Aufenthalt (Seminar u. Halbpension) in der Villa Palagione liegen pro Person je nach Unterkunft bei ca. 600-800 €.  Mitte März wird das detaillierte Programm vorliegen. Infos und Empfehlungen in Sachen Anreise finden sich auf der Website der Villa. In den letzten Jahren wurde übrigens die  Veranstaltung als Bildungsurlaub anerkannt. Sie wird von der Rosa Luxemburg-Stiftung gefördert

Kontakt: Rainer Rilling [rillingr@mailer.uni-marburg.de] oder Godela Linde (godelalinde@gmx.de].

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